Das Unternehmen


Unter 14 ehemaligen Braustätten in der historischen Allgäustadt ist die Brauerei Stolz
als einzige übrig geblieben. Seit 1984 wird die Brauerei von den Brüdern Josef und
Hans Stolz geführt

Brauerei Stolz – Brautradition seit 95 Jahren

Im Jahre 1919 erwarb Johann Stolz die frühere Engel-Brauerei von der
Ochsengesellschaft. In der Anfangszeit noch mit Kompagnon Heinrich
Schmidt, ist die Brauerei Stolz seit 1949 im alleinigen Besitz der
Familien Stolz. Einmalig in diesem Zusammenhang dürfte sein, dass
vier weitere Brüder von Johann Stolz jeweils eine eigene Brauerei unter
den Namen Brauerei Stolz führten.

Das Stammhaus der Brauereien Stolz war damals die Lorenz-Brauerei
in Kempten. Leider besteht von den fünf verschiedenen Brauereien
Stolz, die in Kempten, Nesselwang, Maria Hilf, Kraiburg/Inn und
Isny ansässig waren, nur noch die hiesige Brauerei Stolz.

Nicht nur in der Brauerfamilie Stolz sondern auch in der Stadt Isny
hat die Brautradition eine lange Geschichte. Unter 15 Braustätten,
die in Isny ansässig waren, gibt es derzeit nur noch die Brauerei Stolz.
Denn früher war ein rechter Wirt zugleich auch „Bräu“. So wurde in
den Wirtschaften Bären, Blume, Dreikönig, Engel, Zum grünen Baum,
Hirsch, Krone, Lamm, Ochsen, Rößle, Schwanen, Schwarzer Adler,
Strauß und Wilden Mann früher immer selbst Bier gebraut. Das letzte
Wirtshaus mit Brauereibetrieb war der »Wilde Mann« in der Wasser-
torstraße. Dort wurde bis in das Jahr 1921 Bier gebraut.

Zu dengrößeren Brauereien zählten damals schon die Gräfl.
Quadt-Isny`sche Brauerei (Schlossbrauerei) und die Brauerei Stolz,
die sich damals »Stolz-Bräu« nannte. Heute werden die meisten
dieser Gaststätten in Isny mit Bieren von der Brauerei Stolz beliefert.

In der Braubranche hat sich die letzten hundert Jahre vieles verändert.
So war es keine Seltenheit, dass früher eine Brauerei nur eine einzige
Sorte Bier herstellte. Meist war es ein naturtrübes helles Lagerbier.
Dies ist heutzutage kaum mehr vorstellbar. Allein sieben verschiedene
Sorten Bier stellt die Brauerei Stolz ganzjährig her. Darunter zählen die
bekannten Isnyer Weizenbiere (kristallklar, hefetrüb und leicht) sowie
die untergärigen Biere Bläubändele hell, Export hell, Hopfenperle Pils
und Isnyer Zunftrat dunkel. Dazu kommen noch drei saisonale Biere:
Zum Josefstag am 19. März gibt es immer das Josefi-Bier, das dieses
Jahr erstmals als Märzenbier eingebraut wurde, das Jahrgangsbier,
regelmäßig eingebraut am Tag des Bieres und das Weihnachtsbier für
die Advents und Weihnachtstage.

Mit der Limonadenproduktion hat sich die Brauerei Stolz ein zweites Standbeinaufgebaut. So werden derzeit 11 verschiedene Sorten
Limonaden im Hause Stolz produziert, die unter der Marke »Isnyer«
vertrieben werden. Von Zitrone, Orange, Cola, Orange Classic,
Cola-Mix über ACE-Multivitamin, Maracuja Diät, Apfelschorle, Iso-Sport
bis Apfel-Holderblüte reichen die verschiedenen Geschmacksrichtungen.
Das Isnyer Tafelwasser rundet das Sortiment der alkoholfreien Erfrischungsgetränke ab.

Außerdem vertreibt die Brauerei Stolz noch einige gängige Handels-
produkte aus anderen Unternehmen, speziell Mineralwässer, Hei-
lwässer, Säfte und andere Süßgetränke. Somit kann sich die Brauerei
Stolz als »Vollsortimenter« auszeichnen. Diese Angebotsvielfalt wird
speziell bei Festveranstaltungen und auch von der Gastronomie
gerne in Anspruch genommen.

Außer den Festen und der Gastronomie beliefert die Brauerei Stolz
mit ihren Getränken noch den Handel (Getränkeabholmärkte und Getränkefachmärkte). Weitere wichtige Absatzschwerpunkte sind der
Heimdienst und Getränkeautomaten, die in den meisten Isnyer Firmen
aufgestellt sind.

Stolz ist die Brauerei auf Ihre Mitarbeiter, die durch tatkräftiges Arbeiten
zum Erfolg des Unternehmens maßgeblich beitragen. Derzeit sind in
der Brauerei elf Vollzeitkräfte und vier Teilzeitkräfte eingesetzt, davon
viele schon Jahrzehnte lang. Beim Einkauf der Rohstoffe für die
Bierherstellung wird stets auf Tradition, Regionalität und Qualität
geachtet. Gerste aus Oberschwaben, Hopfen aus Tettnang und
Wasser, natürlich aus Isny. Ja, nur vier Rohstoffe (Malz, Hopfen, Hefe
und Wasser) dürfen laut dem ältesten Lebensmittelgesetz von 1516,
dem Reinheitsgebot, zum Bierbrauen verwendet werden.